iSFP-Bonus 2026: 5 % zusätzliche Förderung clever nutzen
Der iSFP-Bonus ist 2026 der wahrscheinlich am stärksten unterschätzte Förderhebel. Für überschaubare Beratungskosten bekommen Eigentümer 15 Jahre lang 5 Prozentpunkte mehr Zuschuss auf jede einzelne BEG-Maßnahme. Hier rechne ich vor, warum sich das fast immer lohnt.
Was ist der iSFP-Bonus genau?
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein vom BAFA standardisiertes Beratungsdokument. Wer Sanierungs-Maßnahmen aus diesem Fahrplan umsetzt, bekommt auf die BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung 5 Prozentpunkte zusätzlich – z. B. statt 15 % gleich 20 %.
Der Bonus gilt 15 Jahre ab Ausstellung und kann für beliebig viele Maßnahmen aus dem Fahrplan gezogen werden.
Beispielrechnung: 30.000 € Dämmpaket
Sie dämmen Dach und Außenwände für 30.000 €. Ohne iSFP: 15 % BEG-Zuschuss = 4.500 €. Mit iSFP: 20 % = 6.000 €. Differenz: 1.500 € geschenkt.
Die Beratung kostet typisch 1.300 – 1.700 € — abzüglich 50 % BAFA-Förderung auf die Beratung selbst zahlen Sie 650 – 850 € netto. Das Geld ist mit einer einzigen Maßnahme zurückverdient.
In welcher Reihenfolge sanieren?
Die richtige Reihenfolge entscheidet darüber, ob die Wärmepumpe am Ende klein und sparsam dimensioniert werden kann — oder ob sie überdimensioniert und mit hohen Vorlauftemperaturen läuft.
- 1. Hülle zuerst: Dach, oberste Geschossdecke, Fenster, Außenwand
- 2. Heizflächen prüfen / tauschen, hydraulischer Abgleich
- 3. Heizungstausch (Wärmepumpe) – jetzt korrekt dimensioniert
- 4. PV + Speicher als letztes – Verbrauch ist bekannt
Voraussetzungen für den Bonus
Der iSFP muss von einem zugelassenen Energieberater erstellt sein, die Maßnahmen müssen aus dem Fahrplan stammen, und der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Wer zuerst beauftragt und dann den Antrag stellt, verliert die Förderung vollständig — ein häufiger und teurer Fehler.